Ibu Rahayus Talk vom 9. Juli 1999,

gehalten in London, Conway Hall.

Code: 99 LON 2

Ins Englische übersetzt nach der Tonbandaufzeichnung von Raymond Lee, von Sharif Horthy redigiert. Deutsche Übersetzung von Hedwig Knapheide

Brüder und Schwestern die ich respektiere, guten Abend und nochmals Willkommen. Heute will ich mit meinen Erklärungen fortfahren. Und obwohl ihr wahrscheinlich schon Bapaks Erklärungen zugehört oder sie gelesen habt, habe ich die Absicht, dadurch ein Gefühl für Einheit und Zusammengehörigkeit zwischen allen Subudmitgliedern, die dem Latihan folgen, wiederzuerwecken.

Ich will mit den 4 Phasen des Lebens beginnen, durch die wir alle als Subudmitglieder hindurchgehen. Die erste ist die Essenz der Kraft Gottes, die sich in jedem Wesen verkörpert, in sichtbaren und unsichtbaren Wesen. Die ganze Natur ist mit Gottes Kraft erfüllt und dadurch lebt sie, und so ist Gottes Kraft nicht nur im Menschen zu finden. Nicht nur die Menschen sind Gottes Geschöpfe; Gottes Kraft lebt ebenso in Pflanzen, Tieren, materiellen Dingen und in Wesen, die wir nicht sehen können, wie höhere Wesen und satanische Wesen. Sie alle sind Aspekte Gottes, der sich in jeder einzelnen und allen Kreaturen verkörpert.

Die Essenz Gottes, die sich im Menschen zeigt, offenbart sich in eurer Seele, denn es ist die Seele, die lebendig ist. Deshalb nennen wir die Subud-Übung auch Latihan kejiwaan (Übung der Seele). Das ist also keine Theorie oder irgendein anderes Training - es ist eine Übung der Seele. Ich glaube, jedes Subudmitglied hat das bei seiner Öffnung erfahren, als ihr zuerst den Kontakt mit der Kraft Gottes empfangen habt - den großen Kontakt mit Gottes Kraft, die die Kraft Gottes in euch drin berührte.

Die dritte Phase ist das, was wir Asma nennen. Es bedeutet arbeiten - dadurch wird unsere Seele mit diesem Leben durch das Latihan in Verbindung gebracht. Unsere Seele macht in uns einen Prozeß der Reinigung durch, einen Prozeß des Erwachens und der Vorbereitung, damit wir fähig werden, zu Gott zurückzukehren. Und was diese Arbeit der Seele betrifft, reicht es nicht - weil wir in diese Welt hineingeboren sind und hier leben -, daß wir nur unser spirituelles Training verfolgen oder uns nur darum kümmern. Diese Arbeit umfaßt jeden Aspekt unseres Lebens in dieser Welt. Es gibt wahrhaftig keinen Unterschied zwischen dem spirituellen und unserem täglichen Leben. Deshalb wird empfohlen, daß wir neben der Übung zur Erweckung und Entwicklung unserer Seele unser tägliches Leben nicht vernachlässigen, durch das wir das Notwendige für unser tägliches Leben erlangen.

Aber bitte denkt daran, daß wir alles, was wir in unserem Latihan empfangen, in die Praxis umsetzen müssen, damit das Leben unserer Seele nicht mit dem Weg unseres Lebens in dieser Welt in Konflikt gerät. Deshalb müßt ihr regelmäßig Latihan machen. Glaubt nicht, daß euer Latihan keinen Wert im täglichen Leben hat - das Latihan ist eine Übung, die die Grundlage eures Lebens werden kann.

Es gibt kein Ende für die Entwicklung der Seele. Wie wir wissen, wird unsere Seele sogar dann, wenn wir nicht mehr auf der Welt sind, weiterleben. Warum müssen wir so einen langen Prozeß durchmachen? Der Grund dafür liegt darin: Als menschliche Wesen können wir nicht sicher sein, daß unsere Essenz, unsere Seele, seit unserer Geburt oder sogar schon vorher, eine wahrhaft menschliche Seele war. Also besitzen wir, obwohl unsere Erscheinung menschlich ist und unsere Seele auch menschlich sein sollte, als Folge und Ergebnis unserer Umgebung oder dessen, was wir von unseren Eltern und Vorfahren ererbt haben, ob wir das nun mögen oder nicht, ein Leben ,das nicht ganz das unsere ist. Deshalb braucht ihr das Latihan, damit die Teile eures Wesens, die wirklich zu euch gehören, aufgedeckt werden.

Zusätzlich gibt es die niederen Kräfte, unterhalb der menschlichen Stufe, mit denen Gott euch ausgestattet hat, damit sie euch helfen, eure Pflichten in dieser Welt zu erfüllen. Durch diesen Arbeitsprozeß werden wir Herr unseres eigenen Wesens, so können wir all die Kräfte unterhalb der menschlichen Stufe organisieren. Dann fühlen wir uns nicht beunruhigt, was auch immer sich in uns entwickelt, denn unsere Begleiter werden uns nicht stören, wenn wir ihnen keine Gelegenheit dazu bieten. In Wirklichkeit sind es nicht die niederen Kräfte, die den Fehler machen, wir sind es, die manchmal nachlässig oder vergeßlich sind, so daß die Kräfte unterhalb der menschlichen Stufe uns zuvorkommen, obwohl wir es sind, die die Anordnungen treffen sollten.

Deshalb brauchen wir das Latihan. Denn wir nutzen diese Kräfte in uns und sie helfen uns, und durch unser Latihan werden sie mit uns zusammen angehoben. Deshalb werden sie uns, wenn wir sterben, nicht belasten oder verfolgen. Für uns selbst stellt das Latihan einen Entwicklungsprozeß unserer eigenen Seele dar. Denn die menschliche Seele muß auch wachsen und sich entwickeln, damit alle ihre Teile - jeder Teil der Seele - lebendig werden, bis wir uns aller Befehle Gottes bewußt sind.

Nehmt z.B. den Kopf: euren Mund, eure Ohren - euer Gehör - und so weiter. Wenn sie lebendig sind, wird das, was ihr sagt, was ihr hört, was ihr berührt, mit Gottes Willen übereinstimmen. Wenn eure Seele erst lebendig und vollständig ist, könnt ihr annehmen, was Gott euch gibt. Wenn eure Hand aber z.B. noch nicht lebendig ist, und Gott gibt euch etwas, werdet ihr nicht wissen, wie ihr es annehmen sollt.

Aus diesem Grunde macht ihr Bewegungen in eurem Latihan. Aber wenn ihr könnt, bewegt euch nicht nur, fühlt auch den Inhalt eurer Bewegungen, so daß ihr fühlen könnt, daß da Leben in eurer Hand ist. Wenn euch das Latihan tief genug durchdrungen hat, dann könnt ihr nicht nur die äußere Bewegung eurer Hand fühlen, ihr werdet sogar die Bewegung eures Blutes fühlen können. Seid nicht so schnell bestürzt, wenn euer Latihan nur aus Bewegungen besteht und es keine Veränderung zu geben scheint. In Wirklichkeit dringt der spirituelle Fortschritt, der Fortschritt im Latihan, tiefer und tiefer, bis euer Verstehen und euer Bewußtsein erreicht sind.

Viele haben jahrelang Latihan gemacht, sie haben aber das Gefühl, sie machten überhaupt keinen Fortschritt. Oder ihr seid enttäuscht, weil ihr im Latihan nur Bewegungen empfangt und nichts bekommt, was euch befriedigt. Das geschieht, weil ihr euer eigenes Latihan nicht benutzt. Wenn ihr etwas braucht, wird Gott nicht darüber hinwegsehen. Wenn ihr mit vollständiger Hingabe betet, wird euer Lehrer euer eigenes Selbst sein - die Kraft in euch drinnen. Darum sagte Bapak, daß euer Lehrer in euch selbst ist.

Wenn ihr nach Methoden oder Energien sucht, die nicht aus der Kraft Gottes kommen : so bewirken diese, daß eure Seele, die ihr doch in harter Arbeit gereinigt und lebendig gemacht habt, wieder zugedeckt wird. Es gibt nämlich mancherlei Arten von Kräften in dieser Welt, aber ihr seid euch vielleicht nicht klar darüber, woher sie kommen. Macht euch klar, daß, obwohl diese Kräfte euch anscheinend Stärke geben, alles was von den Kräften dieser Welt herkommt, auch an diese Welt gebunden ist. So kann nichts, was ihr durch die Kräfte dieser Welt erhaltet, mitgenommen werden, wenn ihr sterbt. Eure Seele dagegen, die lebendig geworden ist, wird immer in dem Leben, das euch nach dem Tode gegeben wird, bei euch sein. Das also ist die Reise oder die Arbeit der Seele.

Die letzte Phase ist das af´al (Arab.). Af´al bedeutet Beweis oder Realität. Während euer Latihan voranschreitet, werdet ihr durch viele Erfahrungen dieses Lebens gehen, und ihr werdet dem Stand eurer Bereitschaft und euren Fähigkeiten entsprechend hindurchkommen. Dieser Beweis, diese Realität ist tatsächlich das Ziel jedes Menschen - laßt euch den wahren Weg deshalb vom Latihan zeigen. Seid nicht allzu schnell mit dem zufrieden, was euch andere Menschen sagen. Wir müssen unsere eigene Wirklichkeit in dem, was wir tun, finden.

Euer eigenes Leben wird euch zu eurer eigenen Wahrheit bringen. Ihr könnt sie nicht mit der Hilfe eines anderen erreichen. Ihr selbst müßt von der Wirklichkeit dieses Lebens und der Wahrheit des Latihan Zeugnis ablegen. Und es gibt da nicht nur einen Weg, das zu tun. Für jeden wird es anders sein. Jeder von euch wird es entsprechend seiner Fähigkeit und dem Stand seiner Bereitschaft erfahren.

Vielleicht gibt es unter euch welche, die schon lange Latihan machen - oder sogar nur kurz - und die schon die Wohltat, den Nutzen des Latihan empfangen und geschenkt bekommen haben. Aber man braucht tatsächlich manchmal Geduld. Wenn ihr nämlich im Latihan Willensanstrengungen (nafsu) oder gedankliche Anstrengungen macht, hilft es euch nichts, eher wird Chaos in euch entstehen. Deshalb habe ich euch schon früher empfohlen, daß ihr, als Menschen, fähig sein solltet, zwischen euren verschiedenen Bedürfnissen zu unterscheiden - den spirituellen und den Bedürfnissen in dieser Welt. Dann werdet ihr das, was ihr im Latihan erreicht, nicht mit anderen Dingen vermischen, die tatsächlich unnötig sind.

Also, das Latihan, das wir brauchen, um unser wahres Selbst zu finden, darf nicht mit Dingen vermischt werden, die ich erwähnt habe, mit anderen Kräften als der Kraft Gottes. Aber, wenn ihr z.B. bei eurer Arbeit eine Methode oder etwas, das ihr euren Fähigkeiten entsprechend gelernt habt, anwenden müßt - das ist in Subud nicht verboten. Also sagt nicht, daß es in Subud „Mixing" gibt. Das ist in Subud-Kreisen zum Problem geworden, wo manche dafür und manche dagegen sind, solche Methoden zu benutzen, um einen Lebensunterhalt z.B. bei Behandlungen in der Gesundheitsfürsorge, im Sport usw. zu verdienen.

Aber, Brüder und Schwestern, diese Methoden gewinnen Einfluß in euch - in der Tat mischt sich alles Äußere auch in euer Inneres ein. Deshalb kann es dabei geschehen, daß ihr zu intensiv damit umgeht und eure Seele beeinflußt wird. Dann müßt ihr euch entscheiden, was von beiden für euch wichtiger ist, eure Anbetung Gottes oder die Methode, die ihr bei eurer Arbeit benutzt. Wenn ihr nämlich so weitermacht, kann ein innerer Konflikt entstehen, der euch nicht nur unrein macht, sondern auch euer Latihan zerstören kann.

Wenn euer Können aber ganz und gar aus dem Latihan entspringt, ihr es als ein unerwartetes Geschenk von Gott bekommt und dadurch anderen helfen könnt, dann ist es in Ordnung, damit fortzufahren. Aber ihr solltet euch bewußt sein, daß der Sinn des Latihan nicht nur ist, euren Lebensunterhalt zu verdienen. Ihr müßt das ursprüngliche Anliegen im Auge behalten, nämlich Gott anzubeten, damit ihr als Menschen - die ihr ja seid - zu Gott zurückkehren könnt.

Diese Erklärung über den spirituellen Weg ist keine unwahre Geschichte. Wie ich schon früher sagte, müssen wir in diesem Leben immer noch nach der Wahrheit suchen, auch wenn wir das Latihan machen. Deshalb brauchen wir manchmal, um unser inneres Selbst zu finden oder um uns zu korrigieren, das Testen. Obwohl euer Testen nicht zu 100% oder auch nur 50% korrekt sein mag, so könnt ihr euch doch in einem gewissen Ausmaß überprüfen und korrigieren. Wenn das Testen falsch ist, bedeutet es, daß euer Inneres noch nicht vollkommen ist.

Wenn ihr zu Gott betet oder mit jemandem testet, oder die Helfer mit euch testen, bedeutet das nicht, daß ihr euch gegenseitig beeinflußt. Was in diesem Moment wirkt, ist die Sprache Gottes. Die Sprache Gottes ist eine Sprache, die sich nicht in Worten ausdrücken kann und es auch nicht braucht. Sie sorgt für eine Verbindung zwischen Sprechen und Fühlen innerhalb von Gottes Kraft.

Als Bapak das Latihan empfing, wurde ihm nicht nur der Kontakt gegeben. Der Zweck des Latihan und alle seine Auswirkungen wurden ihm gezeigt. Das ist in der Tat eine Gnade Gottes, etwas, nach dem man nicht suchen kann. Warum hat Bapak diese Gnade empfangen? Vielleicht war es Gottes Wille, daß er ausgewählt wurde, diesen Kontakt zu empfangen und ihn jedem weiterzugeben, der durch das Latihan Gott anbeten möchte.

Als Bapaks Kinder, die dem Latihan folgen und die Fähigkeit haben, es anderen weiterzugeben, sollten wir nicht vergessen, woher diese Flamme kam. Obwohl Subud mehr als 50 Jahre alt ist, brauchen wir noch das, was Bapak in Bezug auf diesen spirituellen Weg festgelegt hat. Es bedeutet nicht, daß er eure direkte Anbetung Gottes blockiert.

Als Bapak noch hier war, lange bevor er uns verließ, gab er uns die Rahmenbedingungen oder Richtlinien für die Entwicklung von Subud. Dieser Rahmen ist die Grundlage für die fortgesetzte Entwicklung von Subud in den kommenden Generationen. Wir sind es, die dem Latihan folgen und diese Struktur auszufüllen haben. Denn es ist sicher, daß für das Latihan in künftigen Jahren - sagen wir mal in 100 Jahren - die Dinge, wie wir sie jetzt tun, nicht mehr geeignet sein werden. Es ist also die Verantwortung der Helfer, die Struktur, die Bapak vorgegeben hat, auszufüllen.

Ich meine jetzt nicht die Helfer als Individuen. Bapak formte Helfergruppen, beginnend mit den Helfern auf Gruppenebene bis zu den internationalen Helfern. In der Tat ist es die Aufgabe der Helfer, Probleme, die im Leben entstehen, zu lösen, aber sie sollten immer von der Helfergruppe gelöst werden. So etwas sollte nicht von einem einzelnen Helfer entschieden werden. Dann könnte jeder Helfer seine eigene Entscheidung treffen mit dem Ergebnis, daß es viele Meinungen gibt; das kann leicht zu Disharmonie zwischen den Helfern führen.

Darum solltet ihr alles in der Helfergruppe gemeinsam behandeln. Wenn ihr Entscheidungen trefft, macht es in einem Gefühl von gegenseitigem Verständnis und Einigkeit. So wird das, was ihr empfangt, für alle von Nutzen sein. Die Helfer haben tatsächlich viel Arbeit, und ihr seid euch dessen vielleicht nicht bewußt, wie viele Probleme von den Helfergruppen behandelt werden müssen.

Wenn ihr als Helfer agiert, fühlt euch nicht, als wäret ihr die Weisesten oder Höchsten; arbeitet immer zusammen. Der spirituelle Weg schließt nämlich jeden Aspekt des menschlichen Lebens ein, und es kann hart sein, damit fertig zu werden, wenn man den Verstand benutzt. Aber wenn ihr das Gefühl habt, unwichtig zu sein, euch einfach vorbereitet, ein Gefäß, ein Kanal zu sein, indem ihr euch unterwerft, um einander zu helfen, dann kommt die Antwort von allein und wird euch bei eurer Arbeit helfen. Und dann kann es geschehen, daß wir uns selbst helfen, wenn wir jemand anderem helfen.

So kann es auch sein, wenn ihr Mitgliedern und Anwärtern, die sich Subud anschließen möchten, Erklärungen gebt. Das ist die Verantwortung der Helfer. Warum? Weil die Helfer das Tor zu Subud sind. Die Helfer öffnen neue Mitglieder, die Helfer erklären anderen Menschen Subud, so daß sie verstehen, was für Subud nötig ist.

Natürlich ist das nicht einfach. Denn manchmal verstehen die Helfer den spirituellen Weg selbst nicht. Deshalb ist es unerläßlich, Bapaks Ansprachen zu lesen und ihnen zuzuhören - betrachtet sie aber nicht als eine Lehre. Wenn ihr Bapaks Ansprachen lest, werdet ihr den Sinn des Latihan verstehen und ihn wiederum anderen erklären können, die das brauchen. So müßt ihr den Anwärtern nicht nur eure eigenen Erfahrungen mitteilen. Eure Erfahrungen können anders sein als die der anderen Helfer. Wenn ihr so verfahrt, werden die Anwärter verwirrt und verstehen nicht, worum es sich in Subud handelt. Das geschieht in vielen Gruppen, und es ist schade, daß viele Mitglieder kein Latihan mehr machen und wenig Interesse an Subud da ist.

Es ist wirklich schwer für Leute außerhalb Subud, es zu verstehen, denn das Latihan kann jemandem, der es nicht erfahren hat, nicht erklärt werden. Erklärt Subud also einfach. Es ist nicht nötig, tiefsinnige Themen, die schwer zu begreifen sind, zu erklären. Dadurch wird die Person, die Subud beitreten möchte, nur verunsichert.

Wie können wir Subud also ausbreiten, damit Leute außerhalb von Subud den Inhalt von Subud verstehen? Dazu gründete Bapak Susila Dharma International, die internationale Subud-Kultur Assoziation (SICA), Subud Youth - die Jugendorganisation (SY), Subud Enterprise Services (SES), die Unternehmerorganisation und so weiter. Der Zweck war, unsere Brüder und Schwestern, die nicht in Subud sind, zu erreichen. Durch die Ergebnisse unserer Arbeit, indem wir anderen helfen und ein gutes Beispiel geben, werden wir vielleicht in der Lage sein, die Aufmerksamkeit von Leuten außerhalb von Subud auf uns zu ziehen.

Dies ist ein Teil von af'al oder Beweise bekommen. Wenn ihr also in SICA arbeitet und etwas Interessantes erschafft, das Leute von außerhalb von Subud anzieht, ist das ein Beweis dafür, daß das, was ihr tut, richtig ist. Ebenso ist es mit den anderen Zweigen, wie der Subudjugend. Als er die Subudjugend gründete, war es nicht Bapaks Absicht, die Alten und die Jungen zu trennen, weil es in der spirituellen Welt keinen Unterschied zwischen alt und jung gibt. Wenn wir Subud-Jugendgruppen gründen, tun wir es, damit sie Dinge tun können, die junge Leute brauchen. Aber obwohl sie jung sind, erwarten wir von der Subudjugend - weil sie auf dem Latihan basiert -, daß sie etwas hervorbringt, das als gutes Beispiel dasteht. Dadurch wird es für Leute von außerhalb leicht sein, daran teilzunehmen. Wir können aber nicht von anderen erwarten, daß sie sich uns anschließen, wenn wir als Subudmitglieder unser Leben selbst noch nicht in Ordnung bringen oder korrigieren können.

Brüder und Schwestern, ich will unser Treffen heute beenden, denn morgen müssen wir nach Paris reisen. Meine Familie und ich ergreifen die Gelegenheit, „Auf Wiedersehen" zu sagen, da wir nach meinem Zeitplan - der tatsächlich zu eng ist - noch viele Länder zu besuchen haben. Entschuldigt mich bitte deshalb, da ich morgen abreisen muß. Danke.

Übersetzung: Hedwig Knapheide